Begleiteter Umgang nach §18.3 SGB VIII

Mit dem Kindschaftsrechtreformgesetz traten am 1. Juli 1998 weitreichende Änderungen u.a. im BGB undSGB VIII in Kraft, die sowohl ehelichen, als auch Kindern, deren Eltern nicht miteinander verheiratet sind, ein eigenständiges Umgangsrecht, sowie eigene Ansprüche auf Beratung und Unterstützung durch den öffentlichen Träger und freien Trägern der Jugendhilfe einzuräumen.

  •  Einsatzmöglichkeiten

Begleiteter Umgang kann sinnvoll sein, wenn

  • die Kontaktanbahnung moderiert werden muss
  • die Übergabe des Kindes vom Sorgeberechtigten/-verpflichteten zu übernehmen und zu begleiten ist
  • zum Schutz des Kindes vor körperlicher oder seelischer Gefährdung
  • die Gefahr der Kindesentführung besteht
  • eine Rückführung des Kindes aus einer Pflegefamilie oder einer stationären Unterbringung beabsichtigt ist
  • eine psychische Erkrankung der Umgangsberechtigten/-verpflichteten vorliegt
  • Ziele

Begleiteter Umgang dient als unterstützende, durch Beratung flankierte pädagogische Maßnahme der Ausübung des Umgangrechts, mit dem Ziel, die Umgangsgestaltung sobald wie möglich zu normalisieren.

Ziele insbesondere sind:

Förderung des Kindeswohls, Stärkung des Kindes

Vermeidung von Kontakt- und Beziehungsabbrüchen zwischen Kind und Umgangsberechtigen/ -verpflichteten

Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung der sozialen Kontakte und emotionalen Bindungen zwischen den Beteiligten

Sensibilisierung der Umgangsberechtigen/ -verpflichteten für die Belange und Bedürfnisse des Kindes

Entwicklung eines konstruktiven Dialogs

Erarbeitung eines einvernehmlichen Konzeptes zur Verselbständigung des Umgangs

  • Zugangswege

über das Jugendamt

über das Familiengericht

Selbstanmelder über das Jugendamt

  • Personelle Voraussetzungen

Umgangsbegleitung wird geleistet durch festangestellte Dipl. Psycholog_innen oder Dipl. Sozialpädagog_innen, mit Berufserfahrung in sozialpädagogischen Handlungsfeldern. Professionalität, Selbstreflexion, wöchentliche Teamsitzungen, Supervision und interne und externe Fort- und Weiterbildung sind selbstverständlicher Teil der Arbeit.

  • Räumliche Vorrausetzungen

Der Träger stellt geeignete Räumlichkeiten mit alters- und kindgemäßen Beschäftigungsmöglichkeiten für den betreuten Umgang zur Verfügung.

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