Familienanaloge Wohngruppen

Familienanaloge Gruppenangebote sind eine Form der stationären Unterbringung als familienergänzende bzw. ersetzende Hilfen für junge Menschen in besonderen Problemlagen.

Besonders entwicklungsbeeinträchtige Kinder und Jugendliche, die langfristig außerhalb ihrer Herkunftsfamilie leben müssen, erhalten einen stabilen familiären Bezugsrahmen und die für ihre positive Entwicklung nötigen Bedingungen und Hilfe. In ein Gruppenangebot der vorliegenden Form des Trägers können bis zu vier Kinder/Jugendliche vermittelt werden.

Eine Bezugsperson im familienanalogen Gruppenangebot verfügt über eine pädagogische Qualifikation. Die Gewährleistung qualitativer Standards und innovativer Fortschreibung des Konzepts wird durch eine vom Träger eingesetzte Fachberatung und die Einbindung in den Gesamtkontext des Trägers gesichert.

 

  1. Ziele

Grundlage des pädagogischen Angebotes ist der stabile und zuverlässige familiäre Bezugsrahmen in Verbindung mit einem intensiven Beziehungsangebot. Neben der allgemeinen Grundversorgung des zu integrierenden Kindes/Jugendlichen bietet das familienanaloge Gruppenangebot den Rahmen für innnerfamiliäre pädagogische Interventionen zum Abbau von Entwicklungs - und Erziehungsdefiziten.

Die Ausgestaltung der individuellen Zielsetzungen konkretisiert sich im Hilfeplan entsprechend § 36 KJHG und einer detaillierten Erziehungsplanung. Eine intensive Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen und Familiensysteme ist wesentlicher Bestandteil der Konzeption.

Die Unterbringung ist keine Krisenvermittlung, sondern ein auf Langfristigkeit angelegter Hilfeprozess.

 

Zielstellungen gem. Leistungsbeschreibung:

 

  • Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung des jungen Menschen
  • Alltagsbewältigung/Befähigung zur eigenständigen Lebensführung
  • Schutz und Gefahrenabwehr
  • Bei Bedarf: Klärung der familiären Beziehungen
  • Erhaltung von Kontakt zu den Eltern
  • Prüfung der Rückkehroption und ggf. Begleitung der Wiederaufnahme in die Familie
  • Kooperation und fallbezogene Vernetzungsarbeit

 

  1. Zielgruppe

 

  • Kinder und Jugendliche, wenn eine ihrem Wohl entsprechende Erziehung in der Herkunftsfamilie nicht mehr gewährleistet ist und sie aufgrund ihrer individuellen Problematik eine professionelle Unterstützung unter familiären Rahmenbedingungen benötigen.
  • Eltern, die langfristigen und engen Kontakt zu ihren Kindern beibehalten sollen.
  • Aufgenommen werden können Kinder im Alter von 0-8Jahren

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